Quartiere für Fledermäuse

Fledermäuse ziehen häufig um: Ab März oder April leben sie in ihrem Sommerquartier. Die weiblichen Feldermäuse ziehen zwischen Juni und August ihre Jungen auf und im August beginnt dann die Paarungszeit. Im September suchen sie sich ein Winterquartier, wo sie von Oktober bis März ihren Winterschlaf halten.

Weibliche Fledermäuse bilden Kolonien, während die Männchen häufiger allein leben. Fast alle der 18 Fledermausarten in Niedersachsen sind Spaltenbewohner und bevorzugen es, sich in Ritzen und Spalten von 1-5cm Breite zu verstecken. Nur das Große Mausohr hängt gern frei an Dachbalken.

Sommerquartiere sollten etwa 25-35°C warm sein, störungsarm und am besten in der Nähe von anderen möglichen Quartieren, denn Fledermäuse wechseln Ihr Quartier je nach Witterung. Deshalb sollten Sie ihnen - wo möglich - mehrere Quartiere anbieten, die zum Beispiel an den verschiedenen Seiten des Gebäudes angebracht sind und daher zu unterschiedlichen Tageszeiten in der Sonne liegen.

Winterquartiere sollten störungsfrei sein, relativ feucht (85% Luftfeuchte) und kühl (3-9°C), aber ohne Zugluft. 

Außen am Gebäude 

Spaltenquartiere für Fledermäuse bringen Sie am besten an der Ost- oder Südseite von Gebäuden an, mindestens in 3 Meter Höhe. Die Quartiere sollten nicht zu lange der prallen Sonne ausgesetzt sein und einen freien Anflug haben. 

Im Gebäude 

Man kann Fledermäusen auch Zugang zu Gebäuden gewähren: Durch spezielle Fledermausziegel können die Tiere in ungenutzte Dachböden hineinfliegen oder durch ein offenes Fenster in ungenutzte Kellerräume. Dort sollte man ihnen Spaltenquartiere aus sägerauem Holz anbieten, am besten ohne Holzschutzmittel.